Börse & Psychologie

Kennen Sie die Geschichte vom "klugen Hans"?

Vom „klugen Hans“


Kennen Sie die Geschichte vom klugen Hans? Hans war ein Pferd, das rechnen, die Uhr lesen und Bilder auf Spielkarten benennen konnte. 1903 eine Sensation. Hans beantwortete die Fragen, indem er mit dem Huf aufstampfte. Lautete die Rechnung 3 plus 2, so stampfte er fünfmal mit dem Huf. Was der scheinbar kluge Hans mit dem menschlichen Informationsverhalten zu tun hat, dem gehen wir auf den Grund.

Der Fragesteller gibt sich die Antwort  selbst

Um herauszufinden, wie klug Hans wirklich ist, mühten sich sogar Wissenschaftler mit der Frage: Kann ein Pferd rechnen oder buchstabieren? Ein Student löste schließlich das Rätsel. Natürlich kann ein Pferd nicht rechnen. Was Hans konnte, war, an der Mimik  seines Besitzers abzulesen, wann die von ihm erwartete Anzahl an Hufstampfern erreicht war.

Bei den ersten vier Hufstampfern war nicht viel zu erkennen, dann kam der fünfte Stampfer und der Fragesteller änderte durch sein gespanntes Verhalten unbewusst seine Haltung. Und indem der Fragesteller sein Verhalten änderte, merkte Hans, dass es an der Zeit war, mit dem Stampfen aufzuhören. Der Besitzer hatte Hans unbewusst selbst die richtige Antwort vorgegeben.

Psychologie: Bestätigungsirrtum

Der kluge Hans verrät einiges über das Informationsverhalten von Menschen - wir interpretieren in eine Information das hinein, was wir aus ihr lesen wollen. Man erwartet von Hans ein bestimmtes Ergebnis und diese Erwartung führt dazu, dass Hans dieses Ergebnis stampft. Wir sind verblüfft, weil wir denken, dass ein Pferd rechnen kann, obwohl wir Hans die Antwort selbst – quasi - auf die Hufe gelegt haben. Man könnte das den Klugen-Hans-Effekt nennen: Der Mensch nimmt Informationen nur schwer neutral oder objektiv auf und neigt dazu, Informationen im Sinne vorgefasster Meinungen zu suchen. Psychologen sehen darin den sogenannten „Bestätigungsirrtum“.

Die Folgen dieses Verhaltens sind weitreichend. Wir konzentrieren uns zu einseitig auf die von uns favorisierte Hypothese, anstatt sorgfältig Gegenargumente zu beachten. Wir suchen Fakten, die unsere Meinung eher bestätigen als herausfordern.

Folge: beratungsresistent

Das führt dazu, dass wir regelrecht beratungsresistent werden. Wir immunisieren uns sogar gegen die Meinungen anderer. Haben wir einmal die Meinung gefasst, dass die Kurse steigen müssen, halten wir an dieser Hypothese fest und investieren weiter, obwohl sich die Lage schon längst anders präsentiert.

 

Tipp:

Wie kann man dem gegensteuern? Unser Informationsverhalten verbessert sich, wenn man gezielt nach Argumenten sucht, die der eigenen Meinung widersprechen. Anleger sollten hinterfragen: Was könnte einen sicheren Kursanstieg verhindern? Was spricht für einen Kauf oder Verkauf? Je häufiger man sich Gegenfragen zur eigenen Meinung stellt, umso ausgewogener läuft unsere Informationsverarbeitung ab und wir gehen keinen rechnenden Pferden mehr auf den Leim.

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