Börse & Psychologie

Was uns gehört, hat mehr Wert.

Wie unser Kopf die Geldveranlagungen steuert

Menschen neigen zu typischen Fehlern an der Börse. Deswegen sind die Kapitalmärkte auch nicht vollkommen rational.

 

Was uns gehört, hat mehr Wert.


Über Gewinne freut man sich, über Verluste ärgert man sich. Aber gehen wir mit Gewinnen und Verlusten vernünftig um oder machen wir Fehler?

Experten meinen, dass wir dazu tendieren, Verluste stärker zu gewichten als Gewinne. Unsere Verlustaversion ist stärker ausgeprägt als die Freude, etwas zu gewinnen. Das geht so weit, dass wir sogar bereit sind, größere Risiken auf uns zu nehmen, um Verluste zu vermeiden, als Gewinne zu erzielen. Psychologen vermuten den sogenannte „Ausstattungseffekt“ dahinter. Der besagt: Was uns bereits gehört, gewinnt an Wert für uns. Dinge, die wir besitzen, verlieren wir nicht gern. Vermutlich haben wir diesen „Ausstattungseffekt“ von der Evolution in die Wiege gelegt bekommen. Für unsere Vorfahren war es überlebenswichtig, dass sie das, was sie besaßen, auch behielten. Erlegte Beute hatte natürlich einen viel höheren Wert, als das Wild, das noch durch die Wälder sprang. Der Verlust der Vorräte konnte den Tod bedeuten.

Aber der Mensch entwickelte sich weiter und die existenziellen Sorgen bekamen ein neues Gesicht. Nun lösen eher finanzielle Verluste Existenzängste aus. Anleger können sich etwa nicht von ihren Investments trennen. Sie behalten schwächelnde Aktien zu lange, weil sie die Niederlage nicht wahrhaben wollen. Diese Wahrnehmungs- und Empfindungs-Asymmetrie wirkt sich direkt auf die Geldanlage aus. Studien zufolge ist die Bereitschaft, an Verliereraktien festzuhalten grob um 50 Prozent größer als der Wunsch, Gewinneraktien zu behalten. Und so werden aus kleinen Verlusten oftmals größere. Dies mag auch durch die landläufige, aber falsche Meinung verstärkt werden, dass nicht realisierte Verluste keine „richtigen“ Verluste sind.

Für eine erfolgreiche Geldanlage ist aber Folgendes entscheidend: Ob wir eine Anlage behalten oder verkaufen, darf nicht davon abhängen, ob wir in der Vergangenheit Verluste erlitten haben. Nur die Zukunftsperspektive darf uns beeinflussen. Nachtrauern bringt nichts. Besser ist es, heute zu überlegen, wo morgen man morgen erfolgreich sein kann.

Irrationales Anlegerverhalten bewegt die Börse

Diese und andere Eigenheiten von Anlegern spielen an der Börse eine wichtige Rolle. Die Wissenschaft verwendet dafür den Begriff: Verhaltensökonomik oder „behavioral finance“. Sie beschäftigt sich mit menschlichem Verhalten in wirtschaftlichen Situationen. Dabei werden Konstellationen untersucht, in denen Menschen im Widerspruch zum Homo oeconomicus, also des rationalen Nutzenmaximierers, agieren.

Für Fondsmanager heißt dies, dass sie neben klassischen Finanzmarktdaten auch die emotionalen Verhaltensmuster der Anleger analysieren und darauf ihre Fondszusammensetzung abstimmen.

Die KEPLER Fonds KAG ist hier übrigens die erste Fondsgesellschaft in Österreich, die marktpsychologische Faktoren systematisch in die Anlagestrategie einbindet. Über- und Untertreibungen am Markt werden geortet und für die Veranlagungsstrategie in den Misch-Portfolios genutzt. Weiters werden wissenschaftlich fundierte Stimmungsanalysen berücksichtigt. In diesem Bereich der Behavioral Finance kooperiert KEPLER mit Univ.-Prof. Dr. Teodoro Cocca von der Johannes Kepler Universität Linz. Ausführliche Informationen erhalten Sie in Ihrer Raiffeisenbank.

Die Börse ist da, wo ich bin

 

98.000 Kunden von Raiffeisen Oberösterreich nutzen bereits diesen direkten Weg an die Börse.

boerse-live.at


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