Wie erkennen Sie Falschgeld?

Falschgeld erkennen und vermeiden

Obwohl das Falschgeldaufkommen in Österreich im europäischen Vergleich gering ist, sollte man sich vor gefälschten Banknoten schützen. Wie Sie diese erkennen und was Sie dann tun müssen, lesen Sie hier.

Nach dem starken Anstieg der Euro-Fälschungen im ersten Halbjahr 2015 (9.765 Euro-Fälschungen wurden in Österreich sichergestellt), stabilisierte sich das Falschgeldaufkommen im zweiten Halbjahr 2015 mit 4.737 Fälschungen wieder auf dem gewohnt gemäßigten Niveau. Der heimische Anteil an den gesamteuropäischen Fälschungen ist mit 1,61 Prozent nach wie vor gering.*

Am häufigsten werden hierzulande die 50- und 20-Euro-Banknoten gefälscht, die im Jahr 2015 zusammen rund 75 Prozent aller Fälschungen ausmachen. Die Österreichische Nationalbank arbeitet eng mit dem Bundeskriminalamt zusammen, um das Falschgeldaufkommen möglichst gering zu halten.

Verbesserte Sicherheitsmerkmale

Europaweit werden die 20-Euro-Banknoten der ersten Ausgabeserie am häufigsten gefälscht. Mit der Einführung der neuen 20-Euro-Banknote mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen wurde ein weiterer wichtiger Schritt zur Bargeldsicherheit gesetzt. Die besten Sicherheitsmerkmale helfen jedoch nur, wenn sie auch erkannt werden. Fälscher nutzen häufig die Unwissenheit und Unachtsamkeit aus, um ihre Fälschungen an den Mann zu bringen.

So konzentrieren sich Fälscher meistens auf ein oder nur wenige Sicherheitsmerkmale. Daher ist es ratsam, die Euroscheine mit den bewährten Prüfschritten (Fühlen, Sehen, Kippen) auf mehrere Sicherheitsmerkmale zu untersuchen.

  1. Fühlen: Fühlen Sie die erhabene Oberfläche auf der Vorderseite der Banknote.
  2. Sehen: Halten Sie die Banknote gegen eine gute Lichtquelle. Sie sehen bei der echten Banknote das Wasserzeichen, den Sicherheitsfaden und das Durchsichtsregister.
  3. Kippen: Beim Kippen der Banknote werden weitere Sicherheitsmerkmale (Hologramm, Farbwechsel) sichtbar.
  4. Prüfen mit UV-Lampe: Sollten Sie im Besitz einer UV-Lampe sein, erkennen Sie die UV-Sicherheitsmerkmale, die unter dem UV-Licht hell aufleuchten.

Die neuen Banknoten der Europa-Serie weisen optimierte Hightech-Sicherheitsmerkmale auf: Smaragdzahl, Porträt-Wasserzeichen, Porträt-Hologramm, Sicherheitsfaden, Papier und Relief. Die Sicherheitsmerkmale können weiterhin mit den oben beschriebenen Prüfschritten kontrolliert werden. Mehr Informationen finden Sie unter www.neue-euro-banknoten-eu.

 

Sicherheitstipps

Tätigen Sie keinesfalls Wechselgeschäfte mit Ihnen unbekannten Privatpersonen. Wechseln Sie Fremdwährungen nur in Banken bzw. offiziellen Wechselstuben und bewahren Sie den Beleg auf. Prüfen Sie erhaltenes Retourgeld sofort. Haben Sie Zweifel an der Echtheit einer Banknote, bitten Sie die Kassierin/den Kassier um einen anderen Geldschein.

Sind Sie im Besitz von fälschungsverdächtigen Banknoten, wenden Sie sich an Ihre Raiffeisenbank. Erweist sich die Banknote als echt, erhalten Sie den Wert retour. Ist sie allerdings eine Fälschung, wird der Wert nicht erstattet.

Sie haben Fragen zum Thema sicherer Zahlungsverkehr? Ihr Raiffeisenberater steht Ihnen dafür gerne zur Verfügung.

* Quelle: Falschgeldstatistik der OeNB für das 2. Halbjahr 2015
 

Mehr Tipps für Ihre Geld-Sicherheit


So schützen Sie sich vor Phishing und Co.

» mehr Informationen

Artikel hat folgende Inhalte:
Konto Karte
Artikel teilen:

Weitere Artikel

Staatliche Prämie für 2016 holen

Richtig heizen und lüften

Sicherheit für Ihre Kartenzahlungen

Copyright 2016 Raiffeisen OÖ. All rights reserved.