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Frauen, die bewegen

Dr. Barbara Romauer - Vizerektorin für Finanzen an der Johannes Kepler Universität

Finanzen brauchen Kreativität

 

Als Vizerektorin der Johannes Kepler Universität Linz sitzt Dr. Barbara Romauer an den Schalthebeln der JKU-Finanzen. Im Interview erzählt die 46-Jährige von ihren täglichen Herausforderungen, Finanzen als Männerdomäne und gibt Tipps, wie jungen Frauen die Karriere gelingen kann.
 

Was ist das Spannende an Finanzen?

Ich arbeite gerne mit Zahlen, mache gerne Analysen und überlege gerne, wie man etwas gestalten und die Mittel effizient einsetzen kann. Finanzen bedingen sehr wohl auch Kreativität. Eine ganz andere wie beispielsweise jene im Marketing. Es braucht eine Kreativität, deren Auswirkung sich letztlich beweisen lassen muss. Ich denke, dass ich an der Uni etwas bewegen kann, auch wenn es manchmal nur in kleinen Schritten geht.

 

Welche Herausforderungen müssen Sie meistern?

Die begrenzten finanziellen Mittel so zu verteilen, dass sie zielorientiert eingesetzt werden und einem Gerechtigkeitssinn entsprechen. Mein Tag ist meistens voll mit Terminen und ich muss mir die Zeit zum produktiven Arbeiten gut einteilen.

Frauen die bewegen

Frauen sind in ihren Zielen und Bedürfnissen so vielseitig wie das Leben, das sie in ihren unterschiedlichen Rollen als Hausfrau, Unternehmerin, Erwerbstätige, alleinerziehende Mutter oder Pensionistin führen. Raiffeisen Oberösterreich holt im Rahmen von Interviews interessante Frauen und ihre individuellen Lebenserfahrungen vor den Vorhang. 

Portraits von verschiedenen Frauen

Welche Rolle spielen starke Banken wie die Raiffeisenlandesbank OÖ für die JKU?

Wir arbeiten mit der Raiffeisenlandesbank OÖ seit Jahren sehr gut zusammen. Sie ist für uns ein starker und verlässlicher Partner. Das schätzen wir sehr. Unser Umgang miteinander ist unkompliziert und man findet schnell gemeinsam Lösungen.

 

Finanzen gelten eher als klassische Männerdomäne. Mussten Sie sich als Frau erst einmal beweisen?

Ich habe gleich nach meiner Assistentenzeit an der Uni die Leitung des Finanz- und Rechnungswesens eines Automobilzulieferbetriebs übernommen. Da wurde ich ins kalte Wasser geworfen und musste mich erst einmal durchsetzen. Im Laufe der Zeit konnte ich durch meine Fachkompetenz überzeugen und vor allem habe ich auch Interesse an der Technik gezeigt. Ich denke, es ist wichtig, sich mit dem Unternehmen, für das man arbeitet, zu identifizieren und mit Herzblut dabei zu sein. In dem Pharmakonzern, für den ich zuletzt gearbeitet habe, und insbesondere an der Uni wurde ich von Beginn an als Führungskraft akzeptiert.

 

Wozu raten Sie jungen Frauen, die eine ähnliche Karriere anstreben?

Nicht unterkriegen lassen! Man muss mit Engagement an die Dinge herangehen, ein gutes Selbstbewusstsein haben und darf sich nicht vor Herausforderungen scheuen. Wenn man an sich glaubt und etwas wirklich will, dann schafft man das auch.

 

Wie schaffen Sie für sich selbst einen Ausgleich zum Beruf?

Für mich bedeutet Arbeit keine Belastung. Im Gegenteil, sie macht mir Spaß. Dennoch ist es gut, Zeit für mich, meinen Partner, Urlaube und Freunde zu haben. Ich treibe auch gerne Sport, gehe gerne Laufen, Mountainbiken und Bergwandern. Wenn ich nach einem anstrengenden Tag eine Stunde laufen war, geht’s mir wieder gut.

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