Portrait von Karin Scheiblberger

Frauen, die bewegen

Karin Scheiblberger - Geschäftsführerin der RVD Raiffeisen Versicherungsdienst GmbH

Vorsorgen ist Frauen-Sache

 

2014 wird für alle ab 1. Jänner 1955 Geborenen das Pensionskonto eingeführt, das die Höhe der künftigen staatlichen Pension zeigt. Versicherungs- und Vorsorgeexpertin Karin Scheiblberger, Geschäftsführerin der RVD Raiffeisen-Versicherungsdienst GmbH, erklärt im Interview, warum Vorsorge ein brisantes Thema für Frauen ist und warum es nie zu spät ist, für die Zukunft vorzusorgen.

Kann man sich noch auf die staatliche Pensionsvorsorge verlassen?

Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung weiß man, dass die staatliche Pension nicht mehr reichen wird, um den Lebensstandard, den man vor Pensionsantritt hat, auch im Alter halten zu können. Denn einer sinkenden Anzahl an Erwerbstätigen steht eine steigende Zahl staatlicher Pensionsempfänger gegenüber. Die staatliche Pension kann deshalb nicht mehr 80 Prozent des Letztbezuges garantieren, sondern die Pensionslücke wird wesentlich größer ausfallen.

 

Wie schließt man seine Pensionslücke?

Grundsätzlich gilt, so bald wie möglich mit der privaten Vorsorge zu beginnen. Dann kommt bis zum tatsächlichen Pensionsantritt eine beachtliche Summe zusammen. Aber auch für jene, die zehn oder fünfzehn Jahre vor Pensionsantritt stehen, ist es nicht zu spät, um für die Zukunft vorzusorgen. Hier steht meistens schon ein gewisses Kapital zur Verfügung, das dann mit dem Mascherl „Für die Pensionsvorsorge“ reserviert werden kann. Die passende Vorsorgelösung wird am besten in einem Gespräch zwischen Kundenbetreuer und Kunden erarbeitet.

Frauen die bewegen

Frauen sind in ihren Zielen und Bedürfnissen so vielseitig wie das Leben, das sie in ihren unterschiedlichen Rollen als Hausfrau, Unternehmerin, Erwerbstätige, alleinerziehende Mutter oder Pensionistin führen. Raiffeisen Oberösterreich holt im Rahmen von Interviews interessante Frauen und ihre individuellen Lebenserfahrungen vor den Vorhang. 

Portraits von verschiedenen Frauen

Wie gut wissen Frauen über ihre finanzielle Situation im Alter Bescheid?

Laut Marktforschungsergebnissen schätzen zwar Frauen und Männer das Thema Vorsorge gleichermaßen als sehr wichtig ein. Vorsorgen sollte aber vor allem Frauen-Sache sein. Denn Frauen sind sich der Brisanz dieses Themas oftmals nicht so sehr bewusst.  

 

Woher kommt diese Dringlichkeit?

Frauen trifft naturgemäß das Thema Pensionsvorsorge stärker als Männer, weil sie durch Karenz, Teilzeitarbeit und Pflege von nahen Angehörigen mehrere Brüche im Erwerbsleben haben können. Sie verdienen sehr oft weniger als Männer und haben dann auch weniger staatliche Pension zur Verfügung. Deshalb ist es wichtig, dass Frauen besonderen Wert darauf legen, privat für sich vorzusorgen.

 

Stichwort Karenz und Teilzeitjob: Kann man auch in dieser Zeit vorsorgen?

Ja, denn sehr viele Vorsorgelösungen ermöglichen eine Reduktion der Beträge oder ein Stilllegen der Einzahlungen während Karenz und Teilzeit. Wichtig ist, dass man die Pensionsvorsorge nicht aus den Augen verliert und dann, wenn man wieder mehr Geld zur Verfügung hat, für dieses langfristige Ziel wieder mehr anspart.

 

Wie haben Sie persönlich vorgesorgt?

Vorsorgetechnisch bin ich auf der sicheren Seite. Ich habe nicht nur für meine Pension vorgesorgt, sondern versuche auch für kurzfristige Anschaffungen einen Polster aufzubauen. Zusätzlich ist es mir sehr wichtig, auch im Jetzt – wenn man so wie ich privat gerne Schi fährt, Mountainbiken und Wandern geht – gut abgesichert zu sein.

 

Welche Pläne schmieden Sie für die Zukunft?

Meistens kommt alles anders als man denkt. Ich kann nur soviel sagen, dass ich immer sehr positiv, optimistisch und engagiert an die Dinge herangegangen bin. Dann wird, wie meine Oma schon gesagt hat, alles Recht werden. Und mit diesem Gefühl gehe ich auch in die Zukunft.

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