Tipps zum Thema Praktikum

In wenigen Wochen ist das Schuljahr zu Ende und die Sommerferien beginnen. Viele Jugendliche haben sich schon ihren Traum-Ferialjob oder ihr Pflichtpraktikum gesichert. Dabei gibt es aber einiges zu beachten.

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Ein Ferialjob ist ein reguläres Arbeitsverhältnis, das zeitlich befristet ist. Für Jugendliche unter 18 Jahren ist dies im Kinder- und Jugendbeschäftigungsgesetz geregelt. Das Gesetz erlaubt Jugendlichen ab dem vollendeten 15. Lebensjahr und mit abgeschlossener Schulpflicht, einer Arbeit nachzugehen.

Ausgenommen sind Pflichtpraktika, die im Rahmen einer Ausbildung zu absolvieren sind, und Schnupperpraktika, wenn sie kein Arbeitsverhältnis im herkömmlichen Sinn darstellen. Daher ist es wichtig zu wissen, ob ein Praktikum die Eigenschaften eines Arbeitsoder eines Ausbildungsverhältnisses aufweist. Ausschlaggebend dafür ist, ob die Merkmale eines Arbeitsverhältnisses (wie Eingliederung in den Arbeitsprozess, Weisungsgebundenheit, persönliche Arbeitspflicht) überwiegend erfüllt sind oder nicht.

Beim Praktikum als Arbeitsverhältnis ergeben sich die Rechte und Pflichten aus den entsprechenden geltenden Rechtsvorschriften. Dabei geht es um die persönliche Arbeitsleistung, die für das Unternehmen erbracht werden muss. Dafür hat man zum Beispiel das Recht auf einen angemessenen oder kollektivvertraglich festgesetzten Lohn (Beispiel Gastgewerbe), bezahlte Krankenstandstage, kollektivvertragliche Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld, Urlaubszuschuss und Urlaubsanspruch. Aber auch Pflichten sind zu erfüllen: geregelte Arbeitszeiten einhalten, konkrete Leistungen erbringen, Weisungen befolgen und noch einiges mehr.

Im Gegensatz dazu stehen beim Praktikum als Ausbildungsverhältnis das Lernen und das Kennenlernen des Berufes im Vordergrund. Es gibt kein Recht auf Mindestbezahlung. Dafür muss man sich nicht an die Arbeitszeiten des Betriebes halten und auch keine persönliche Arbeitsleistung erbringen. Auf jeden Fall wird aber mit dem Unternehmen eine Praktikumsvereinbarung geschlossen. Volontariate sind häufig Ausbildungsverhältnisse.

Nicht immer ist die Rechtssituation von Praktikanten in arbeits- und sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht klar: Arbeitsverhältnisse können Ausbildungselemente zum Inhalt haben, und umgekehrt können auch bestimmte, grundsätzlich als Arbeitsleistung zu qualifizierende Tätigkeiten im Rahmen von Ausbildungsverhältnissen erbracht werden.

 

Bei weiteren Fragen gibt es in den JugendService-Regionalstellen Merkblätter zum Thema „Pflichtpraktikum“, in denen Kontaktdaten und weitere rechtliche Infos angeführt sind: www.jugendservice.at/regional

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