Florian Gschwandtner (Runtastic CEO) im Interview

Florian Gschwandtner im Club-Exklusivinterview

Jeder kennt sie, viele nutzen sie fast täglich. Die Runtastic-Apps, die uns immer wieder aufs Neue motivieren, den inneren Schweinehund zu überwinden. Dabei ist uns nicht bewusst, wie viel Energie, wie viel Ehrgeiz aber auch wie viel Mut notwendig war, um dieses Projekt zu realisieren.

Steckbrief

Spitzname: Flo
Geburtstag: 29.01.1983
Sternzeichen: Wassermann
Wohnort: Linz
Größe/Gewicht: 73,5kg Kampfgewicht :)
Augenfarbe: Braun
Familienstand: In einer Beziehung
Lieblingsessen: Schnitzel
Lieblingsmusik: Elektronisch
Lieblingsfilm: Fight Club
Das mag ich überhaupt nicht: Pilze und Unpünktlichkeit
Dein größter Traum: Selbständig zu sein (schon erfüllt)

Du hast vor einigen Jahren die App Runtastic mit einem Kollegen entwickelt. Wie bist du auf die Idee gekommen, in diesem Bereich ein neues Produkt zu entwickeln?

Unser Unternehmen haben wir im Oktober 2009 gegründet. Die Idee ist während eines Studienprojektes entstanden, aus dem wir Gründer (Alfred Luger, Christian Kaar, René Giretzlehner und ich) die Lauf-App entwickelt haben. Ich laufe selbst sehr gerne. So entstand die Idee, die App für einen größeren Markt zur Verfügung zu stellen. Nach und nach entstand ein komplettes Ecosystem, mit dem wir unseren Usern zur Seite stehen wollen.

Im Jahr 2009 hast du dann mit anderen Kollegen das Unternehmen Runtastic mit Sitz in Pasching gegründet. Wer hat euch geholfen, das Unternehmen zu finanzieren?

Wir haben nach dem Projekt an der Fachhochschule während unserer Freizeit weiter an der App gearbeitet. Und natürlich spielt das Thema Finanzierung eine wichtige Rolle. Anfangs haben wir Apps für Dritte entwickelt und nebenbei an unserer eigenen Idee weitergearbeitet. Wir haben es jedoch ganz ohne Fremdkapital geschafft.

 Welche großen Hürden musstet Ihr vor allem in der Anfangszeit überwinden?

Gerade am Anfang waren wir mit vielen Skeptikern konfrontiert. Dass unsere Idee Erfolg haben wird, daran glaubten viele nicht. Und damit war es manchmal schwierig umzugehen. Wir sind jedoch stur geblieben und haben unseren Weg gemacht. In den letzten Jahren wurde es immer mehr zur Herausforderung, neue Mitarbeiter zu finden, die nicht nur die richtigen fachlichen Skills haben, sondern auch gut ins Team passen. In einem Unternehmen, das schnell wächst, gibt es immer viel zu tun. Wir möchten alles möglichst gut organisieren, gleichzeitig aber unsere Start-up-Kultur beibehalten.

Das Unternehmen wurde 2015 von Adidas übernommen. Doch schon in der Zeit davor habt ihr viele Menschen mit unterschiedlichen Kulturen und Sprachen beschäftigt. Wie organisiert Ihr Euch, um erfolgreich in eine Richtung arbeiten zu können?

Bei Runtastic haben wir mittlerweile 31 Nationen vereint an einem Arbeitsplatz: Von Kanada bis zu den Philippinen erstrecken sich die Wurzeln unserer Mitarbeiter - was uns stolz macht, weil wir für alle klugen Köpfe offen sein und der Zusammenarbeit keine künstlichen Grenzen setzen wollen! Meinungsaustausch oder Einblicke in kulturelle Besonderheiten bereichern jede Unternehmenskultur. Natürlich muss man auch darauf achten, eine gemeinsame Kultur zu schaffen, die den Zusammenhalt innerhalb des Unternehmens stärkt. Das hilft auch, interkulturelle Schwierigkeiten zu überwinden: Pünktlichkeit und Verbindlichkeit beispielsweise werden in unterschiedlichen Kulturen ganz anders bewertet, Ehrlichkeit und Offenheit gegenüber Vorgesetzten wird nicht überall auf der Welt positiv gesehen. Um erfolgreich miteinander zusammenzuarbeiten bedarf es an gegenseitigem Respekt und Verständnis. Auch das Unternehmen selbst muss Rahmenbedingungen schaffen, unter denen sich diese wohlfühlen: beispielsweise Englisch als Unternehmenssprache oder flexible Arbeitszeiten.

 

Nach der Übernahme von Adidas bist du sowie deine Kollegen im Unternehmen verblieben. Inwieweit hat die Eingliederung in einen großen internationalen Konzern eure Unternehmenskultur verändert?

Ganz allgemein hat sich bei uns nicht viel verändert, die Unternehmenskultur ist dieselbe geblieben.Wir vier Gründer sind ja nach wie vor im Unternehmen tätig und ich freue mich auf alles, was wir auch in Zukunft noch gemeinsam mit adidas realisieren werden können.

Gibt es neue Produkte, die Ihr demnächst auf den Markt bringen wollt?

Wir möchten mehr neue Produkte anbieten, gleichzeitig aber auch ausreichend Ressourcen für Updates und Verbesserungen einplanen. Immer mehr Menschen legen wert auf einen aktiven Lebensstil. Für Runtastic bedeutet das, dass auch die Themen Ernährung und Abnehmen im Jahr 2017 noch wichtiger werden.

Welchen Tipp hast du für junge Menschen, die so wie Du eine gute Geschäftsidee haben?

Ich denke, für ein erfolgreiches Start-up spielt das Gründerteam eine wesentliche Rolle. Aber auch das nötige Durchhaltevermögen ist ein wesentlicher Punkt. Nicht immer klappt alles so, wie man es sich vorstellt oder wünscht. Es ist wichtig, dass du dir selbst vertraust und deinen Weg verfolgst. Wenn du ein gutes Gefühl dabei hast, dann mach es einfach. Meiner Meinung nach ist es wichtig, dran zu bleiben, unabhängig davon, was andere von deiner Idee halten oder welche Kritik sie auch äußern.

Was verbindest du mit dem Raiffeisen Club?

Den Raiffeisenclub kenne ich seit meiner Kindheit und eigentlich geht es im Kopf bei mir mit der „Spardose” los. Irgendwie ist es meinen Eltern gelungen, dass sie mir gut beigebracht haben, wie man mit Geld umgeht.

 

Die Raiffeisen Club-App

 

Mit der Raiffeisen Club-App hast du alle Vorteile, Events und Konzerte griffbereit. Außerdem findest du jederzeit den nächstgelegenen Bankautomaten und hast mit der Funktion "Mobile Banking" auch deine Bank in der Tasche!

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