Parov Stelar im Exklusiv-Interview

Parov Stelar im Exklusiv-Interview

 

Außerhalb des Rampenlichtes heißt du Marcus Füreder. Wie ist dein Künstlername entstanden?

Marcus: Um ehrlich zu sein, gibt es zu dem Namen keine Geschichte. Die Wahrheit ist, dass ich einfach ein bisschen das Internet auf der Suche nach einem Namen durchforstet habe, und nachdem ich mich ein bisschen gespielt hatte, kam ich irgendwann auf den Namen Parov Stelar.

Kannst du deinen Musikstil beschreiben? Wie viele Personen sind bei deiner Band dabei?

Marcus: Künstler mögen dieses Schubladendenken nicht so gern, weil man ständig versucht, was Neues zu machen, und ich würde mich auch nicht nur einem einzigen Musikstil zuordnen. Klar ist, dass Electroswing die Art von Musik ist, die Parov Stelar berühmt gemacht hat; und Pionier eines Genres zu sein ist ja auch was Schönes, aber ich habe in den letzten 15 Jahren viele Alben in verschiedenen Stilen produziert. Für meine anderen Projekte in der elektronischen Musikwelt verwende ich Pseudonyme wie z. B. Stelartronic. Somit kann Parov Stelar im Electroswing und Sampling zu Hause bleiben. Die Live-Umsetzung von Parov Stelar passiert außer mir mit insgesamt 6 weiteren Musikern: Gesang, Saxofon, Trompete, Posaune, Gitarre/Bass, Schlagzeug.

Hast du ursprünglich ein Instrument gelernt?

Marcus: Ich kann kein einziges, aber ich weiß, wie sie klingen müssen, damit es gut klingt. Und ich kann sie so platzieren und so programmieren, dass sie echt klingen. Das ist wichtig, wenn ich mit Musikern ins Studio gehe, um zu vermitteln, was ich will. Mit welchen Künstlern hast du bereits zusammengearbeitet bzw. bist du schon auf der Bühne gestanden? An welches Erlebnis erinnerst du dich besonders gerne?

Marcus: Ich habe Remixes für Künstler wie Lady Gaga, Tony Bennett, Lana Del Rey und Brian Ferry produziert und hatte verschiedenste Gastsänger wie Marvin Gaye, Claudia Kane, Angela McCluskey,
Anna F und viele andere auf meinen Alben. Es hat mich z. B. sehr gefreut, einen Remix des Titels „Dark Paradise“ von Lana Del Rey produzieren zu dürfen. Sie ist eine fantastische Künstlerin und eine neue, andere Version dieses Klassikers zu machen war ein sehr interessantes Projekt für mich. Letztendlich war ich mehr als zufrieden mit dem Ergebnis.

Du bist auf der ganzen Welt unterwegs. Wie schaffst du es hier, zwischendurch runterzukommen und deine Batterien wieder aufzuladen?

Marcus: Man muss sich hin und wieder die Frage stellen: „Wer bin ich?“ Und vor allem: „Wer bin ich ohne den Erfolg?” Ich ziehe mich dann komplett zurück, um mich zu sammeln und die Batterien wieder aufzuladen.

Dein Zuhause ist das schöne Mühlviertel. Wie ist das für dich, von einer pulsierenden Metropole wie z. B. New York zurück in ein verschlafenes Dorf zu kommen?

Marcus: Österreich ist und bleibt mein Heimatland, und speziell auf meinem Bauernhof im Mühlviertel kann man sich richtig erden. Ich liebe es, weil dort einfach meine Geborgenheit und meine Wurzeln liegen. Wenn ich dann zu Hause bin, freue ich mich über unsere unglaubliche Landschaft und auch darauf, die bodenständige Küche zu inhalieren.

Was sind deine Highlights 2017? Freust du dich, vor heimischen Publikum auf der Burg Clam auf der Bühne zu stehen?

Marcus: Im April 2017 wird es mit „The Burning Spider“ ein neues Parov-Stelar-Album geben, was ein besonderes Highlight des Jahres darstellt. Daheim noch dazu im Mühlviertel auf der schönen Burg Clam zu spielen, ist auch immer etwas Besonderes, was uns sehr, sehr stolz macht.

Biografie

Marcus Füreder ist unter seinem Pseudonym „Parov Stelar“ derzeit Österreichs international erfolgreichster Künstler und Produzent. Er gilt als Erfinder des Genres „Electroswing“, und mit seiner Band, der „Parov Stelar Band“, ist er ein international gefragter Liveact.

Seine Produktionen finden sich als Soundtrack in zahlreichen Spielfilmen, Fernsehshows und Werbespots. Mit seiner „Parov Stelar Band“ hat Marcus Füreder in den letzten Jahren mehr als 600 Liveshows bestritten. Dazu gehörten neben ausverkauften Headliner-Shows in New York, San Francisco, Los Angeles, Paris, Berlin und London auch viele der wichtigsten Festivals weltweit.

Als Kooperationspartner und Remixer ist Parov Stelar sehr begehrt, und die Liste seiner Partner ist lang. Auch die Zahlen sprechen eine klare Sprache für den Erfolg von Parov Stelar: Mit einer Million Facebook-Fans und mehr als 100 Millionen Youtube-Views zählt er im Internet zur Riege der erfolgreichsten „elektronischen“ Musiker.

Mit sensationeller Stimmung und 12.500 Fans war die ausverkaufte Wiener Stadthalle Ort des Auftakts zu Parov Stelars „The Burning Spider“-Tour. Ausgestattet mit brandneuer Bühnenshow und aufwendiger LED- und Lichttechnik werden dabei die Songs des im April 2017 erscheinenden Albums „The Burning Spider“ auf die Bühne gebracht.

Mit der „The Nova Jazz & Blues Night Show“ wird Parov Stelar am 29.07.17 eines der Highlights der heurigen Sommersaison auf der Burg Clam sein. Wir haben ihm für euch ein paar persönliche Fragen gestellt.

Artikel hat folgende Inhalte:
Jugend
Artikel teilen:

Weitere Artikel

Bild von Michaela Keplinger-Mitterlehner

Frauen & Finanzen

Neues Jahr, neue Strategie

Neues Jahr, neue Strategie?

Falschgeld - was tun

Falschgeld – was tun?

Copyright 2016 Raiffeisen OÖ. All rights reserved.