Wie erkennen Sie Falschgeld?

Falschgeld erkennen und vermeiden

Obwohl das Falschgeldaufkommen in Österreich im europäischen Vergleich gering ist, sollte man sich vor gefälschten Banknoten schützen. Wie Sie diese erkennen und was Sie dann tun müssen, lesen Sie hier.

Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) hat die aktuellen Ergebnisse der Falschgeldstatistik für das Jahr 2016 vorgelegt. Die Anzahl der aus dem Banknoten-Umlauf in Österreich sichergestellten Fälschungen verringerte sich demnach im Jahr 2016 deutlich um 15,6 % auf 12.234 Stück (2015: 14.502 Stück). Damit entstand im vergangenen Kalenderjahr ein Schaden von insgesamt 768.515 EUR (2015: 798.440 EUR).

Unter den in Österreich am häufigsten gefälschten Banknoten nahm im Jahr 2016 die 50-Euro-Banknote mit 50,1 % den größten Anteil ein, gefolgt von der 20-Euro-Banknote mit 23,6 % und der 100-Euro-Banknote mit 16,5 %. Auf diese drei Stückelungen fielen somit insgesamt 90,2 % aller Fälschungen in Österreich. Es zeigt sich auch, dass die seit Ende November 2015 ausgegebenen neuen 20-Euro-Banknoten der Europa-Serie dazu beigetragen haben, den Anteil dieser Stückelung am gesamten Fälschungsaufkommen im Jahr 2016 um beinahe 11 % gegenüber 2015 zu senken.*

Verbesserte Sicherheitsmerkmale

Europaweit werden die 20-Euro-Banknoten der ersten Ausgabeserie am häufigsten gefälscht. Mit der Einführung der neuen 20-Euro-Banknote mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen wurde ein weiterer wichtiger Schritt zur Bargeldsicherheit gesetzt. Die besten Sicherheitsmerkmale helfen jedoch nur, wenn sie auch erkannt werden. Fälscher nutzen häufig die Unwissenheit und Unachtsamkeit aus, um ihre Fälschungen an den Mann zu bringen.

So konzentrieren sich Fälscher meistens auf ein oder nur wenige Sicherheitsmerkmale. Daher ist es ratsam, die Euroscheine mit den bewährten Prüfschritten (Fühlen, Sehen, Kippen) auf mehrere Sicherheitsmerkmale zu untersuchen.

  1. Fühlen: Fühlen Sie die erhabene Oberfläche auf der Vorderseite der Banknote.
  2. Sehen: Halten Sie die Banknote gegen eine gute Lichtquelle. Sie sehen bei der echten Banknote das Wasserzeichen, den Sicherheitsfaden und das Durchsichtsregister.
  3. Kippen: Beim Kippen der Banknote werden weitere Sicherheitsmerkmale (Hologramm, Farbwechsel) sichtbar.
  4. Prüfen mit UV-Lampe: Sollten Sie im Besitz einer UV-Lampe sein, erkennen Sie die UV-Sicherheitsmerkmale, die unter dem UV-Licht hell aufleuchten.

Die neuen Banknoten der Europa-Serie weisen optimierte Hightech-Sicherheitsmerkmale auf: Smaragdzahl, Porträt-Wasserzeichen, Porträt-Hologramm, Sicherheitsfaden, Papier und Relief. Die Sicherheitsmerkmale können weiterhin mit den oben beschriebenen Prüfschritten kontrolliert werden. Mehr Informationen finden Sie unter www.neue-euro-banknoten-eu.

 

Sicherheitstipps

Tätigen Sie keinesfalls Wechselgeschäfte mit Ihnen unbekannten Privatpersonen. Wechseln Sie Fremdwährungen nur in Banken bzw. offiziellen Wechselstuben und bewahren Sie den Beleg auf. Prüfen Sie erhaltenes Retourgeld sofort. Haben Sie Zweifel an der Echtheit einer Banknote, bitten Sie die Kassierin/den Kassier um einen anderen Geldschein.

Sind Sie im Besitz von fälschungsverdächtigen Banknoten, wenden Sie sich an Ihre Raiffeisenbank. Erweist sich die Banknote als echt, erhalten Sie den Wert retour. Ist sie allerdings eine Fälschung, wird der Wert nicht erstattet.

Sie haben Fragen zum Thema sicherer Zahlungsverkehr? Ihr Raiffeisenberater steht Ihnen dafür gerne zur Verfügung.

* Quelle: OeNB-Falschgeldstatistik für das Jahr 2016

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