Das genossenschaftliche Leben in Oberösterreich

Von Kräuteranbau bis Carsharing

Rund 250 Genossenschaften gehören dem Raiffeisenverband Oberösterreich an. Neben
traditionsreichen, gewachsenen Unternehmen wie der Raiffeisenbankengruppe OÖ mit rund 319.000 Mitgliedern, der Lagerhausgruppe mit knapp 24.900 Landwirten als Eigentümer liegt ein großer Schwerpunkt auf der Lebensmittelproduktion und -verarbeitung.

Flaggschiffe wie Berglandmilch, Gmundner Molkerei, SAATBAU LINZ oder efko zählen zu den erfolgreichsten Unternehmen des Landes. Darüber hinaus ist Oberösterreich aber ein guter Boden für zahlreiche kleinere, innovative Landes- und Spezialgenossenschaften.

 

Gemeinden zählen Sonnenstunden

Viele davon beschäftigen sich mit dem Thema Energie. Neben Biomasse- sind auch Photovoltaik-Anlagen immer häufiger Basis neuer Gründungen. Die Energiegenossenschaft Region Eferding ist 2012 entstanden und hat sich auf nachhaltige Klima- und Energiemodelle spezialisiert. Mitglieder sind alle Gemeinden des Bezirks Eferding, angrenzende Ortschaften, aber auch Verbände. Bislang wurden 17 Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern öffentlicher Gebäude wie Schulen, Hallenbad oder Altstoffsammelzentrum errichtet.

Vier Fünftel der Anlagenleistung wird über gesetzlich garantierte Ökostromtarife ins Netz eingespeist, der Rest fließt über Contracting-Verträge in die Gebäude. Mit den dadurch erzielten Erträgen werden die Anlagen refinanziert. Bürger können sich an den PV-Anlagen beteiligen und erhalten dafür einen interessanten Zinssatz. Seit März 2015 betreibt die Genossenschaft außerdem ein Carsharing-Projekt mit vier Elektroautos. Ziel ist es, unnötige Zweit- oder Drittautos mit einer umweltfreundlichen Alternative zu ersetzen, denn die Leih-Autos an vier Standorten zwischen Fraham und Hartkirchen
werden mit Ökostrom betankt. Das Elektroauto wird online reserviert und kann mit eigener Chip-Karte entsperrt werden.

 

Bergkräuter aus dem Mühlviertel

In den 1980er-Jahren wurde es für viele Mühlviertler Bauernbetriebe zunehmend schwieriger, ausschließlich von der Viehwirtschaft zu leben. Findige Landwirte in Sarleinsbach und Hirschbach schufen sich deshalb mit der „Österreichischen Bergkräutergenossenschaft” ein zweites Standbein. Ihre Kräuter wachsen in biologischem Anbau auf kleinen Feldern, weitab von Industrie und Autobahnen und werden teils in aufwändiger Handarbeit weiterverwertet. Die Ernte der 80 Betriebe wird in Hirschbach nicht nur zu Gewürzmischungen, sondern auch zu Tees, Essig, Öl oder auch zu Kräuterbädern und -kissen verarbeitet. Produkte der Marke „Mühlviertler Bergkräuter“ finden sich in ganz Österreich, die Rohware wird sogar weltweit bis nach Kanada exportiert.

Zertifikat für Hundeausbildung

Eine völlig andere genossenschaftliche Funktion erfüllt die 2015 in Oberösterreich gegründete „DogAudit eGen“. Der europaweit einzigartige Zusammenschluss verschiedener kynologischer Vertretungen hat das Ziel, einheitliche Kriterien für die Hundetrainer-Ausbildung, Zucht, Haltung oder Mensch-Tier-Beziehung zu erstellen und ein entsprechendes Zertifikat auszugeben. Sie soll garantieren, dass Trainer in puncto Ausbildungsmethoden und Verhaltensforschung am neuesten Stand sind. Waren es in der Vergangenheit fast ausschließlich Vereine, die sich mit der Ausbildung von Hunden beschäftigt haben, gibt es in Österreich mittlerweile mehr als 3.000 kommerzielle Trainer und damit auch sehr unterschiedliche Qualitätsniveaus.

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