FAQs zu PSD2

Raiffeisen Österreich setzt mit neuem pushTAN-Verfahren auf mehr Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit

 

FAQs zur EU-Zahlungsdienste-Richtlinie „PSD2“

Raiffeisen Österreich setzt mit neuem pushTAN-Verfahren auf mehr Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit

 

Es gibt eine neue Zahlungsdienste-Richtlinie der Europäischen Union. Eine der rechtlich verbindlichen Vorgaben und Neuerungen betrifft die Zeichnungen von Aufträgen und Logins im Online Banking. Raiffeisen bereitet Kundinnen und Kunden bereits seit einigen Monaten intensiv darauf vor und bietet dazu mit der pushTAN in der Mein ELBA-App sowie Alternativen ohne Smartphone mehrere komfortable und sichere Lösungen an.
 

 


Was hat es mit der neuen EU-Zahlungsdienste-Richtlinie Payment Services Directive 2“ (PSD2) auf sich?

PSD2 ist eine EU-Richtlinie zur Regulierung von Zahlungsdiensten und Zahlungsdienstleistern. Damit soll einerseits der Verbraucherschutz gestärkt, andererseits auch Innovationen und Wettbewerb gefördert werden. Die Richtlinie schreibt darüber hinaus auch neue Sicherheitsstandards für das Internetbanking vor.
 


Wie und warum wird die Sicherheit beim Online-Banking erhöht?

Bei jedem Login sowie bei jeder Zeichnung von Aufträgen im Online-Banking werden für die Authentifizierung künftig zwei der drei folgenden Faktoren benötigt, um damit eine „starke Kundenauthentifizierung“ sicherzustellen: etwas wissen (Code), etwas haben (registrierte Banking-App oder Bankkarte) oder ein biometrisches Merkmal (z. B. Fingerprint, Gesichtserkennung). Eine einfache Eingabe der TAN wie bisher reicht für die Zeichnung von Aufträgen nicht mehr aus. Das gleiche gilt auch für Logins: Es genügt nicht mehr, sich mit Verfügernummer und PIN-Code einzuloggen. Das System wird dadurch für den Kunden noch sicherer, denn damit soll Betrug, z. B. in Form von Passwort-Phishing, verhindert werden.

 


Wie sieht diese Zwei-Faktoren-Lösung bei Raiffeisen aus?

Raiffeisen bietet mit pushTAN in der Mein ELBA-App ein neues Autorisierungsverfahren an, das die bisherige smsTAN ablöst. Die pushTAN wird verschlüsselt an die App übermittelt und automatisch erkannt, das Eintippen einer TAN ist nicht mehr notwendig. In Kombination dazu wird ein selbstgewählter fünfstelliger Signatur-Code (PIN) benötigt, dessen Eingabe auch durch die Funktionen Fingerprint bzw. Gesichtserkennung am Smartphone ersetzt werden kann.

 

Bei anderen Banken erfolgt das Authentifizierungsverfahren in einer zusätzlichen App. Warum hat sich Raiffeisen mit der „Mein ELBA-App“ für eine Ein-App-Lösung entschieden?

Ziel war es, die neue EU-Richtlinie so benutzerfreundlich wie möglich umzusetzen. Einerseits muss für das Online-Banking am Smartphone keine zusätzliche App heruntergeladen werden. Andererseits laufen Freigabeprozesse in der App direkt in einem Arbeitsgang bzw. Prozess ab. Damit muss nicht zwischen zwei unterschiedlichen Apps gewechselt werden. Vor dem Hintergrund, dass sich Online-Banking zunehmend auf das Smartphone verlagert – mehr als 60 Prozent der Logins erfolgen bei Raiffeisen bereits via App – orientiert sich die Lösung stark an aktuellen und zukünftigen Bedürfnissen und Gewohnheiten der Kunden.

 


Worin liegen die wesentlichen Vorteile von pushTAN gegenüber smsTAN?

pushTAN ist deutlich benutzerfreundlicher, denn die manuelle Eingabe des TANs entfällt. pushTAN garantiert darüber hinaus auch mehr Sicherheit, einerseits durch eine Authentifizierung über zwei Faktoren, andererseits wird sie verschlüsselt übermittelt und kann nicht abgefangen oder umgeleitet werden.

 


Wie können Kundinnen und Kunden ihr Online Banking auf das neue Verfahren umstellen?

 

Das pushTAN-Verfahren ist in der neuen Mein ELBA-App integriert. Es genügt also, die Banking-App von Raiffeisen im App-Store oder im Google Play-Store herunterzuladen und sich beim ersten Login mit den gewohnten Zugangsdaten für das Internetbanking zu registrieren. Damit ist die Umstellung bereits erledigt. Ab diesem Zeitpunkt kommt bei jedem Login oder bei jeder Zeichnung im Online-Banking, egal ob vom PC, Tablet oder Smartphone aus, die pushTAN zum Einsatz.

 


Entstehen für Raiffeisen-Kunden dadurch Extrakosten?

Nein, durch die Umstellung auf pushTAN entstehen für Raiffeisen-Kunden keine Extrakosten.

 


Was passiert mit Kundinnen und Kunden, die nicht zeitgerecht umgestellt haben?

Die neue Zahlungsdienste-Richtlinie schreibt vor, dass die Kundenauthentifizierung im Online-Banking bei Logins oder der Zeichnung von Aufträgen ab 14. September über zwei Faktoren passieren muss, daran führt kein Weg vorbei. Raiffeisen bemüht sich intensiv darum, den Kundinnen und Kunden diesen Umstieg mit Beratung und umfassenden Informationen zu erleichtern. Es wird aber über den 14. September hinaus als Übergangslösung ein modifiziertes und PSD2-konformes smsTAN-Verfahren angeboten (smsTAN + PIN), bis Kunden auf eines der neuen Verfahren (pushTAN in Mein ELBA App, pushTAN Desktop, cardTAN) umgestiegen sind.

 

Angenommen ein Kunde oder eine Kundin hat kein Smartphone bzw. möchte es nicht für Online Banking benutzen, gibt es eine alternative Lösung?

 

Raiffeisen bietet als Alternativen auch Autorisierungsverfahren ohne Smartphone und App an:

  • Mit pushTAN Desktop steht seit kurzem ein „Miniprogramm“ zur Verfügung, das sich Kunden auf ihren PC / Laptop herunterladen können. Die Registrierung dafür ist für Kunden direkt in „Mein ELBA“, dem Internetbanking von Raiffeisen, oder auf der Homepage verfügbar. Die Anwendung kann Signatur-Anfragen empfangen, die dann zum Login und zum Zeichnen von Aufträgen genutzt werden können.
  • Darüber hinaus ist seit einigen Jahren die cardTAN als weitere Alternative im Einsatz. Dazu benötigt man ein mobiles Kartenlesegerät ‑ den so genannten cardTAN-Generator ‑ der von Raiffeisen zur Verfügung gestellt wird, sowie eine cardTAN-fähige Debitkarte (erkennbar am cardTAN Logo auf der Rückseite).

 

Es wurde in den vergangenen Wochen über eine Fristverlängerung im Rahmen der neuen EU-Richtlinie berichtet. Bedeutet das, dass Kunden noch über den 14. September hinaus beim alten System bleiben können?

Nein, für das Internetbanking gilt europaweit die Umstellungsfrist bis 14. September. Eine Fristverlängerung wurde lediglich für den Bereich E-Commerce im Handel, also z. B. bei Kartenzahlungen im Internet, vereinbart. Auch hier wird künftig eine „starke Kundenauthentifizierung“ über zwei Sicherheitsfaktoren umgesetzt.

 


Wie werden Raiffeisen-Kunden bei der Umstellung begleitet und informiert?

Raiffeisen-Kunden werden bereits seit einigen Monaten umfassend und intensiv über unterschiedliche Kommunikations-Kanäle aber auch persönlich von den Beratern in der Bankfiliale vor Ort bei der notwendigen Umstellung begleitet, beraten und mit Informationen versorgt. In den letzten drei Monaten wurden in den Raiffeisenbanken bereits zehntausende Informationsgespräche geführt.

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