Im Herzen von Linz

Die Landstraße

Im Herzen von Linz

Die Landstraße

Im Herzen von Linz Tradition & Moderne vereint

Die Landstraße

Keine andere Straße in Linz vereint Tradition und Moderne so lebendig wie die Landstraße. Barocke Architektur von herrschaftlichen Palais entlang des Kopfsteinpflasters, gepaart mit modernen Bauten, hinter denen sich Einkaufs- und Kulturzentren verbergen. Die Linzer Landstraße ist nicht umsonst die drittmeistfrequentierte Straße Österreichs: im Herzen der Innenstadt beherbergt sie eine Vielfalt von Geschäften, Restaurants, Parks, kulinarische Schmankerl und Kultur.

 

Entlang der Landstraße haben sich etliche Weltmarken und kleinere Boutiques niedergelassen, in den Einkaufszentren Passage und Arkade kommt jeder auf seine Kosten. Ein besonderes Augenmerk sollte man auf die Nebenstraßen der Landstraße legen: dort findet man mit viel Liebe zum Detail geführte Fachgeschäfte, kulinarische Highlights und extravagante Läden.

 

 

Bildnachweis „NORDICO Stadtmuseum, Reproduktion Thomas Hackl"

EIN BLICK ZURÜCK

Bereits im 13. Jahrhundert wird der Verlauf der heutigen Landstraßen bereits erwähnt, und zwar als via contra Lintzam, in Lintze aput stratam, aput stratam Lintze. Diese Nennungen beziehen sich auf das Gebiet rund um Straßfelden. Der Edelsitz zu Straßfelden war ursprünglich ein einzelner Bauernhof, der außerhalb von Linz an der Straße nach Ebelsberg lag. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Gegend nach dem Hof benannt. Schon seit jeher gilt die heutige Landstraße als wichtiger Marktplatz der Region.

1730 wird die heutige Landstraße in vier Abschnitte getrennt:

  • Innere Vorstadt (bis Bethlehemstraße)
  • Mittlere Vorstadt (bis Bischofstraße)
  • Äußere Vorstadt (bis Langgasse) und
  • Neuhäusl (ab Langgasse)

Später, um 1825, werden die Etappen zusammengefasst. Eine Trennung zwischen der inneren und äußeren Landstraße bildet die Karmelitenkirche, in der Nähe der heutigen Mozartkreuzung. In punkto „Fußgängerfreundlichkeit“ ist die Linzer Landstraße übrigens ein Vorreiter: Am 26. November 1977 wurde sie als Oberösterreichs erste Fußgängerzone eingerichtet.

Bildnachweis „Foto: Archiv der Stadt Linz“.

am Bild: Landstraße 42 Ecke Rudigierstraße 1954.05.13 | Bildnachweis „Foto: Archiv der Stadt Linz“.

DAS PULSIERENDE HERZ DER STADT

Die Landstraße ist Gastgeber vieler Veranstaltungen und kulturellen Begegnungen. Beispielsweise das Linzer Pflasterspektakel, das beliebte Straßenkünstlerfestival, bietet im Juli buntes Treiben. Regelmäßig finden auch Flohmärkte, Straßenfeste, Kulturveranstaltungen und Konzerte statt. Besonders bei wärmeren Temperaturen bietet die Linzer Landstraße mit zahlreichen Gastgärten und  Innenhöfen ausreichend Erfrischungsmöglichkeiten. Die Landstraße - das pulsierende Herz der Innenstadt. Der Kreuzung Landstraße-Mozartkreuzung bringt Linz den zweitfrequentiersten Standort nach Wien - sie lag 2018 bei rund 212.200 Passanten. Dicht dahinter liegt das Gebiet rund um die Passage. Weitere Infos rund um die Passantenfrequenz in Linz finden Sie bei der WKO.

 

GESCHICHTSTRÄCHTIGE Straße

Die Landstraße war schon immer ein wichtiger Marktplatz in Linz. Entlang der Linzer Landstraße säumen sich etliche Bauwerke und historische, eindrucksvolle Gebäude. Landstraße Nr. 12, das sogenannte Palais Weißenwolff, beherbergt unter anderem die Arkade – eine Einkaufspassage – und den Radiosender Life Radio. Das ursprüngliche Gebäude wurde 1714 von Franz Anton Graf Weißenwolff erworben; er ließ ab 1715 das bestehende Palais errichten.

Der Winklerbau, Landstraße Nr. 15, ist benannt nach seinen Bauherren: die Gebrüder Winkler. Der Standort ist geschichtsträchtig: Zu Beginn des 14. Jahrhunderts befand sich dort ein Bürgerspital – ein Heim für geistig und körperlich beeinträchtige Bürger - mit Hl. Geist Kirche und Friedhof; dieses wurde 1786 aufgelassen. Heute erinnert eine figürliche Ölberg-Szene im Hof an diese Einrichtung. Um 1790 wurde die Post in diesem Gebäude untergebracht, später auch eine Volksschule und die Polizei.

Der heutige Winklerbau wurde von Hans Feichtlbauer im Stil der Moderne errichtet; eine „fast genial zu bezeichnende städtebauliche Ecklösung“, wie es Architekt und Architekturhistoriker Friedrich Achleitner nennt. Im März 2020 bezieht die Raiffeisenlandesbank OÖ mit einem neuen Bankstellenkonzept das Gebäude.

 

Fast gegenüber des Winklerbaus befindet sich das Schlägler Stiftshaus, Landstraße Nr. 16. Das Bauwerk wurde 1640 vom Stift Schlägl erworben und neu erbaut. Entlang der Landstraße folgen weitere Stiftshäuser: das Florianer Stiftshaus (Nr. 22), das Lambacher Stiftshaus (Nr. 28), das Baumgartenberger Stiftshaus (Nr. 30), die im 17. Jahrhundert umgestaltet worden. Ebenfalls im 17. Jahrhundert wurde durch eine kaiserliche Verfügung genehmigt, ein Kloster zu gründen – die Ursulinenkirche, die von 1680 bis 1681 erichtet wurde. Der dazugehörige Ursulinenhof, Landstraße Nr. 31, beherbergt heute das Offene Kulturhaus Oberöstererich. Das OK ist eine Kunsteinrichtung des Landes Oberösterreich und wird als Ausstellungs- und Produktionshaus für zeitgenössische Kunst genutzt.

 

An Kreuzung zwischen Bismarckstraße und Landstraße liegt das Palais Kaufmännischer Verein, ein Veranstaltungszentrum. Das Gebäude verfügt über einen großen Ballsaal sowie weitere 6 Säle, weshalb viele Linzer Bälle dort stattfinden. Errichtet wurde es 1896 bis 1898 von Hermann Krackowizer und Ignaz Scheck. Weiter südlich, am Schillerplatz, befindet sich die oberösterreichische Landesbibliothek. In dieser sind neben Sach- und Fachliteratur, Belletristik und Handschriften auch besondere Schätze zu finden: Ein Schwerpunkt der Sammlung liegt auf Literatur aus und über Oberösterreich, unter anderem von Johannes Kepler, Adalbert Stifter und Anton Bruckner.

Ein weiteres kulturelles Highlight bildet den südlichen Abschluss der Landstraße: das 2013 neugebaute und eröffnete Musiktheater.

 

 

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Bauen & Wohnen
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